DIE IDEALE

Aus einer freien, persönlichen Entscheidung herausfinden sich mündige Menschen in einer Gemeinschaft zusammen. Diese Wahlgemeinschaft bildet einen sozialen Rahmen, indem gemeinschaftliches Handeln aus einem individuellen Impuls heraus geübt und gelebt werden kann.

Die Gemeinschaft achtet die individuelle Andersartigkeit und Souveränität jedes Einzelnen und schützt seine Privatsphäre. Der Einzelne anerkennt die Ziele der Gemeinschaft und trägt mit einem wachen Interesse an seinen Mitmenschen zu deren Umsetzung bei.

Rudolf Steiner hat es einmal so formuliert: "Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft, und in der Gemeinschaft lebet, der Einzelseele Kraft."

Das Ziel der Gemeinschaftsbildung ist die Förderung von sozialer Sicherheit und die Verbesserung der Lebensbedingungen in mitmenschlichen Gemeinschaften als auch für den Entwicklungsweg des Einzelnen.

Soziale Sicherheit entsteht in der menschlichen Begegnung durch gelebte Solidarität. Wenn ein Mensch sich dem anderen zuneigt, sich für ihn interessiert, entsteht aus dieser Nähe ein Bewusstsein für Notlagen. In dem Maße, wie es gelingt, Notlagen wahrzunehmen und gemeinsam zu meistern, wächst das Vertrauen. Ein vertrauensvolles menschliches Umfeld stärkt den Mut zum eigenen Weg.

"Die Stärke einer Gemeinschaft misst sich am Wohl der Schwachen, Bedürftigen". Die Gemeinschaft hilft dort, wo der Betroffene Hilfe braucht und gibt das, was der Betroffene nicht selber zu leisten vermag. Die Gemeinschaft tut nichts, als was jedes einzelne Mitglied mitentschieden hat.

Dazu ist die regelmäßige Begegnung von Mensch zu Mensch und die gemeinsame Absprache nötig. Die Gemeinschaften sind so gebildet (klein und regional), dass jeder jeden genügend kennt. Das gilt auch für Gemeinschaften, die überregional zusammengeschlossen sind.

Die Nothilfe besteht aus Anteilnahme, Hilfe und freiwilligen Schenkungen. Sicherheit entsteht durch das Vertrauen des Einzelnen in die Gemeinschaft, die ihm helfen kann. (nicht durch Ver- oder Absicherungsverträge).

 

"Die Menschen sind dazu da, um einander zu helfen, und wenn man eines Menschen Hilfe in rechten Dingen nötig hat, so muss man ihn dafür ansprechen: Das ist Weltenbrauch und heißt noch lange nicht betteln".

Jeremias Gotthelf

 

Die wichtigste Lebensbedingung ist die Gesundheit. ARTABANA unterscheidet zwischen der individuellen, persönlichen Gesundheit und der allgemeinen, öffentlichen Gesundheit und pflegt einen differenzierten Umgang auf beiden Lebensgebieten:

ARTABANA Gemeinschaften schaffen die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die eine individuelle und persönliche Gesundheitspflege sowie die freie Wahl und Durchführung eines individuellen Gesundungsweges ermöglichen.

Im Einzelnen:

 

  • Die Anerkennung des Individuums und seiner Einzigartigkeit, d.h. jeder Mensch erkrankt individuell und benötigt seinen eigenen Weg zur Gesundung.
  • Erkrankung ist Ausdruck der Schicksalsgestaltung im persönlichen Lebensweg. Die Gemeinschaft enthält sich, ungebetene Ratschläge für die Erkrankungssituation des Einzelnen zu geben.
  • Freie Wahl der behandelnden Personen, therapeutischen Einrichtungen und der Behandlungsmethoden bei Krankheit.
  • Freiwillige finanzielle Unterstützung, damit der Zugang für die gewählten Behandlungsmethoden möglich wird.
  • Die Möglichkeit, dass zwischen Patient und Therapeut (oder der therapeutischen Gemeinschaft einer Einrichtung) freie, individuelle wirtschaftliche Vereinbarungen geschaffen werden können.
  • ARTABANA Gemeinschaften arbeiten an einem Bewusstsein (Wachwerden) für die Förderung der allgemeinen, öffentlichen Gesundheit. Dazu gehört die Erhaltung und Schaffung einer gesunden Umwelt und gesunder sozialer Formen des menschlichen Zusammenlebens. Sie bilden, unterstützen und tragen diese durch wirtschaftliche Mittel auf der Grundlage demokratischer Entscheidungsprozesse.

 

 

 

KONTAKT


ARTABANA SCHWEIZ


Sekretariat
P.O. Ernst
Zürchermatte 17 B
CH - 3550 Langnau
034' 496 71 11

 

  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!